Story

Von Peter Metzinger

Seit 1982 bin ich im Campaigning tätig. Bis 1997 für Greenpeace, seitdem selbständig als Berater und im Auftrag von Kunden. Im Sommer 2009 hatte ich ein Problem. Nachdem Social Media in den Jahren zuvor immer wichtiger geworden waren und ich entsprechend meinen Kunden deren Einsatz empfohlen hatte, musste ich nun auf einmal so viele verschiedene Social Media Plattformen (mit) betreuen, dass ich nur noch am Ein- und Ausloggen und am Copy-Pasten war.

Eine Lösung musste her, die es erlauben sollte, die verschiedenen Facebook-, Twitter-, MySpace- und LinkedIn-Konten von einer Website aus zu bedienen. Sie sollte gleichzeitig auf die Statusseiten mehrerer Konten publizieren können und selbständig melden, wenn es dort Reaktionen gab.

Zuerst wollte ich eine iPhone-Applikation entwickeln lassen. 2009 war die Zeit, in der iPhone-Apps boomten. Doch am Horizont war das massive Wachstum von Android schon zu erahnen, und so entschied ich mich stattdessen für eine Website-basierte Lösung, die auf allen Geräten laufen würde. Sie sollte seReive heissen, für „Send & Receive“. Ich beauftragte einen Bekannten, sie zu entwickeln, und seit Dezember 2009 ist seReive bei mir tagtäglich im Einsatz.

In meinem Konto bei seReive finden sich mein privates Facebook-Konto, die Facebook-Konten verschiedener Kunden, und das gleiche für Twitter und die anderen sozialen Netzwerke. Verschiedene Kunden kauften Lizenzen, um gemeinsam im Team ihre Social Media Aktivitäten managen zu können. Meistens war ich auch im Team. (Für Agenturen ist dies deshalb interessant zu wissen, weil sie Lizenzen weiter verkaufen und dadurch mit seReive auch Geld verdienen können.)

Nachdem Lösungen wie HootSuite am Markt waren, fragte ich mich immer wieder mal, ob ich weiterhin in seReive investieren oder nicht lieber eine Lösung wie HootSuite nutzen sollte. Doch die Frage war immer schnell beantwortet, denn seReive kann Dinge, die die anderen Lösungen nicht können. Als zum Beispiel ein Kunde vom Typ Gewerkschaft für einen neuen Gesamtarbeitsvertrag kämpfte, musste das Team immer wieder Nachrichten nicht nur auf die eigenen Social Media posten, sondern auch auf die Facebook-Seite ihres Arbeitgebers. Das ist nur mit seReive möglich. seReive postet bei Facebook überall hin, unabhängig von Administrator-Rechten. Sogar auf die Status-Pinnwände von Freunden.

seReive schickt Benachrichtigungen, wenn es Reaktionen auf einen Post gibt. Diese Funktion kann man für jede einzelne Statusseite separat definieren und auch hier unabhängig von Administrator-Rechten. Auch das geht nur mit seReive.

Zum Beispiel habe ich die Benachrichtigungen für die Facebook-Status-Pinnwände wichtiger Freunde so eingestellt, dass ich zweimal am Tag eine Email bekomme, falls dort etwas gepostet wird, auf das es Reaktionen gibt. So bekomme ich mit, wenn bei meinen wichtigsten Freunden etwas abgeht – manchmal schneller als diese selbst. Bei Facebook könnte ich das nicht einstellen, zumindest nicht so spezifisch. Für die Facebook-Page einer Organisation, die ich im Auftrag eines Kunden beobachte, habe ich sofortige Benachrichtigungen eingestellt, für deren Twitter-Konto ebenfalls. Auch die Konkurrenz lässt sich so überwachen.

Letztes Jahr sagte mir ein Kollege, er würde sofort eine Lizenz kaufen, wenn man Branded Posts machen könnte, dass also zusammen mit dem Post noch ein Markenname mit hinterlegtem Link verschickt würde. Klickt man auf den Markenname, öffnet sich die Website. Kurz später hatten wir auch diese Funktion. Sie funktioniert bei Facebook und LinkedIn. Dort steht dann jeweils „From …“ bzw. „Via …“. Man kann jeden x-beliebigen Markennamen und jede beliebige URL eingeben, und somit zusammen mit dem Post einen Brand bzw. eine Marke stärken oder auch nur auf eine Microsite mit einem speziellen Angebot aufmerksam machen.

Und als kürzlich Swiss Travel System anfragte, ob dies nicht generell möglich wäre, liessen wir die Software für die Firma so umschreiben, dass nun automatisch überall „via SwissTravelSystem.com“ steht. Man nennt dies eine White Label Version.

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